Eröffnungs-Treffen 2026
Nachdem die „alte“ Alleinfahrer-Gruppe von Ulli aufgelöst ist, wurde eine neue Gruppe gebildet unter der Leitung von Irene und Clarissa. Irene hat nun auf den Frühling 26 ein Eröffnungs-Treffen organisiert, dieses findet vom 13.4.26 bis am 19.4.26 statt in Holzminden an der Weser.
Ich habe mich auch angemeldet, will das mit einem Besuch bei Romy in Eppelheim verbinden. Dafür gibt’s einen triftigen Grund: ich will meine Chiara bei ihr zurück holen!
Anfangs März 2026 hatte ich wieder mal einen sehr schweren Schwindel-Anfall, war wieder mal bereit zu sterben. Glücklicherweise war ausgerechnet Romy ein Wochen-Ende zu Besuch bei mir, sie konnte mir beistehen und mich am Montag zum Neurologen bringen. Der hat zwar eine gute Prognose bezüglich einer eher schnellen Besserung gestellt, aber ich war halt nicht fähig mich um Chiara zu kümmern, konnte ja nicht allein laufen! Romy musste jedoch wegen Terminen nach Hause fahren und hat deshalb Chiara mitgenommen. So hatte ich wenigstens diese Sorge nicht und konnte mich auf mich selbst konzentrieren.
Die Prognose vom Neurologen hat sich bewahrheitet, nach rund einer Woche konnte ich wieder recht gut herumlaufen, die Nachuntersuchung verlief entsprechend positiv.
Die Zeit ohne Chiara war eine echte Belastung für mich, ich war das erste Mal im Leben völlig allein! Ich wollte sie so schnell wie möglich wieder haben.
Nach meiner letzten Kontrolle beim Neurologen am 23.Feb. habe ich mein WoMo gepackt und bin Richtung Norden losgefahren. Da ich sowieso ans Eröffnungs-Treffen in Holzminden fahren will, ebenso wie Romy, fuhr ich bereits vor Ostern ab und umging so das übliche Oster-Gedränge auf den Stell-Plätzen. Nach zwei Aufenthalten bin ich dann bei Romy gelandet. Hier konnte ich mich am schon gewohnten Ort aufstellen.
Und dann hatte ich meine Chiara wieder! Das Wiedersehen verlief natürlich sehr emotional! Ich konnte bei Romy logieren, ist ja nicht das erstemal, wir kennen uns bereits sehr lange, sind echte Freunde geworden!
Ich war dann die Tage bis nach Ostern Gast bei Romy, und am 11.April bin ich mit Chiara abgereist zum Treffen. Romy konnte erst einen Tag später losfahren, sie hatte noch einen Termin.
Es sind nur knapp 350 Km zu fahren, ich bin daher recht früh auf dem Platz. Es sind doch schon einige Teilnehmer da, alte Bekannte von früheren Treffen. Richte mich so auf einem Platz ein dass Romy am anderen Tag so neben mir stehen kann dass Chiara frei zwischen unseren WoMo’s pendeln kann. Sie ist sich das so gewohnt, und auch Romy kann morgens jeweils mit ihrem Oma-Kaffee zu mir kommen.
Der Platz ist riesig, man kann recht locker aufstellen, allerdings bietet er ausser teurem Strom nicht’s, auch das Wasser muss bezahlt werden. Die Umgebung ist zum Gassigehen sehr schön, die Weser-Ufer sind nahe, und auch das Städchen ist überraschend nett. Es gäbe auf einem anderen Platz-Teil direkt am Ufer sehr schöne Plätze, aber für ein Gruppen-Treffen ungeeignet.
Mt einer kleinen Gruppe sind wir abends ins Städchen essen gegangen. Der Rest der Gruppe wird allerdings erst später eintreffen.
Am Sonntag sind dann fast alle anderen Teilnehmer eingetroffen, es sind am Ende 14 Frauen und 6 Männer da. Das Wetter ist recht gnädig, es regnet meistens nur nachts, tagsüber bleibt’s mehrheitlich trocken, auch Sonne gibt’s immer wieder mal. Die Temperatur lässt allerdings zu wünschen übrig, nachts muss tüchtig geheizt werden.
Für Chiara ist wieder mal ganz wichtig dass Romy auf der richtigen Seite steht, sodass sie frei zwischen unseren MoMo’s hin und her pendeln kann. Es sind noch zwei weitere Hunde da, sie vertragen sich problemlos. Die Hunde-Akzeptanz der meisten Teilnehmer ist allerdings nicht allzu gross, daher behalten ich sie auf dem Platz an der Leine.
Ich kann allerdings auch nicht alle der Anwesenden akzeptieren, besonders mit einigen sehr präsenten und wortgewaltigen Damen tue ich mich schwer. Die beherschen immer sofort sämtliche Gespräche, wissen über alles Bescheid und haben ziemlich unangenehme laute Stimmen. Da setze ich mich dann lieber ab und gehe mit Chiara laufen. Mit einzelnen der Damen und Männer verstehe ich mich aber recht gut.
Ich hinterfrage zunehmend ob mir diese Treffen noch etwas bedeuten. Es ist eine völlig andere Kultur gegenüber dem alten Forum unter Ulli. Es gibt nur noch wenige Damen und Herren mit denen ich was anfangen kann, viele sind mir nicht sehr sympatisch! Ich kann mir vorstellen dass dies das letzte Treffen mit dieser Gruppe ist.
Drei Männer stellen einen Pavillon auf, als Treffpunkt tagsüber wenn’s nieselt und am Abend zum zusammensitzen. Sie machen das recht unbeholfen, es sieht nach Schaden aus. Ich helfe mit um das zu vermeiden, aber so richtig steht das Ding nun halt nicht mehr. Einen starken Wind oder Regen wird’s nicht aushalten!
Bei der Belegung abends dann zeigt sich sofort wer wo am meisten Platz beansprucht und die Stühle möglichst weit weg vom nächsten aufstellt, aber so dass keiner mehr dazwischen passt! Es wird dann halt für später Ankommende sehr eng oder gar unmöglich drin zu sitzen!!!
Wie gewohnt setzt sich die Gruppe tagsüber draussen in einem grossen Kreis zusammen und es werden dann allerlei essbare Sachen rumgereicht, vor allem aber viel erzählt und Erinnerungen aufgefrischt. Als ich wie eigentlich meistens auf das Dach meines WoMo’s steige um von oben alle auf’s Bild zu bekommen schreien alle vor Schreck und befürchten das Schlimmste für den alten Mann da oben! Man verbietet mir das je wieder zu tun, das sei unverantwortlich dass ein Mann in meinem Alter sowas macht! Ich kann da halt nur lachen, ich kann das halt noch problemlos!
Ich muss noch etwas einkaufen gehen denn am Mittwoch feiert Romy ihren 77-igsten Geburtstag, da muss doch ein wenig Sekt her! Das Einkaufs-Zentrum ist gleich nebenan, sehr praktisch.
Ich rolle meine Markise aus denn ich will vor meinem WoMo trotz Nieselregen einen trockenen Sitzplatz mit Tisch haben. Die Rille vorn bei dem Abschluss-Profil ist mit Laub etwas verstopft, das will ich entfernen. In Ermangelung einer Trittleiter stelle ich zwei Eintritt-Stufen aufeinander um hochzukommen.
Ich erwache dann am Boden, ein paar besorgte Gesichter beugen sich über mich und sind froh dass ich wieder da bin! Die Stufen sind offenbar umgestürzt und ich halt auch, und ich habe dann ein momentanes Nickerchen gemacht. Aber es ist nichts verletzt, und ich erhole mich schnell wieder unter den besorgten Blicken einiger Damen.
Am Montag-Abend gehen wir alle zusammen auswärts essen im Städchen. Und danach sitzen wieder alle ziemlich eng im Party-Zelt. Ich werde zwischen zwei Damen eingeklemmt, aber ich kann’s aushalten! Romy sitzt am anderen Ende der Gruppe etwas freier, Chiara liegt bei mir unter dem Stuhl.
Ich mache mir Sorgen um Chiara: sie frisst ihr bisheriges Futter nicht mehr! Habe etwas anderes gekauft, sie hat’s gefressen, aber dann alles wieder gekotzt! Sie ist aber wie immer lebhaft und verschmust, muss sie beobachten! Nochmals anderes Futter besorgen.
Am Dienstag wird’s schön sonnig, aber wegen dem Wind muss halt trotzdem die warme Jacke herhalten. Es bildet sich dann schnell wieder der grosse Kreis zum sitzen, und er wird wieder von den bekannten lauten Stimmen dominiert. Eine Gruppe setzt sich dann zum Radfahren ab, und ich mich zum Mittags-Schlaf!
Am Abend lade ich Romy zum Nacht-Essen ein, es gibt Penne al arrabiata, natürlich mit einem guten Wein! Später dann das Zusammensitzen im Zelt, ich habe Glück mit meinen Sitz-Nachbarinnen, wir können uns gut zusammen unterhalten.
Am Mitttwoch bin ich mit Chiara lange im Städchen unterwegs, treffe da und dort auf Mit-Camper und schwatzen und trinken zusammen. Später trifft sich die ganze Schar wieder im Kreis, denn heute feiert Romy ihren 77-igsten Geburtstag. Ich helfe ihr beim Einschenken des Sekt’s, es ist die ganze Schar versammelt und feiert und gratuliert ihr.
Am Abend brate ich mir ein wunderbares Stück Fleisch, dazu Kartoffel-Spälten, und Romy kommt mit ihrem Essen und so ist’s mit gutem Wein doch wieder ganz gemütlich!
Dann setzen wir uns wieder ins Zelt mit unserer Flasche, aber heute kommt komischerweise niemand. Alle sitzen in den WoMo’s, einige spielen Karten, und so bleiben wir allein, bis später dann doch noch ein Teilnehmerin auftaucht. Ich spiele dann doch noch ein wenig mit der MuHa für Romy, so geht ihr Geburtstag schön zu Ende.
Am Donnerstag lässt das Wetter etwas zu wünschen übrig, man kann bis Mittag draussen sitzen, aber dann kommt etwas Regen auf, und die Leute ziehen sich in die WoMo’s zurück.
Romy und ich kochen wieder getrennt und essen dann aber zusammen bei mir. Später sitzen wir dann alle zusammen wieder draussen im Kreis, erstaunlich, es ist trocken und die Temperatur recht verträglich, die Stimmung gut. Erst so ab 22.00 Uhr löst sich die Versammlung auf, ich muss aber noch ein Gute-Nacht-Stück auf der MuHa spielen.
Habe wie immer gut geschlafen, der Freitag fängt mit Sonne an, und es bleibt den ganzen Tag sehr warm, muss leichtere Kleider anziehen. Einige machen eine Rad-Tour, aber ich verzichte, dieses langsame Spazierenfahren in Zweierkolonne tue ich mir nicht an!
Verbringe den Tag mit Nichtstun, Gasflaschen-Tausch, Musik hören, Schlafen. Gegen Abend dann wieder das Kreis-Sitzen, und später gehen wir ins Restaurant zum essen. Bin gespannt auf’s morgige Wetter: wenn’s regnet packe ich zusammen und mache mich auf den Heimweg.
Und tatsächlich: es ist mieses Wetter, und es werden heftige Stürme erwartet. Darum verabschiede ich mich und fahre eine zünftige Strecke gegen Süden. Es hat sich gelohnt, 550 Km abzureiten: denn ich verbleibe eine Nacht in Bad Krozingen bei schönstem Wetter, während die anderen im Norden schwere Stürme abwettern!
Am anderen Tag ist dann nur noch eine kleine Strecke bis nach Hause, bin kurz nach Mittag bereits da. Zuhause finde ich alles in bester Ordnung vor, dann das normale Auspacken und das WoMo verstauen.
Fazit dieser Reise: Es hat sich nicht gelohnt, die Treffen mit dieser Gruppe bringen mir wenig, die Kultur hat sich durch das Kommunikations-Verhalten von ein paar Frauen sehr negativ verändert, ich kann und will mich da nicht einbringen! Mit den wenigen mir sympatischen Leuten kann ich Kontakt halten ohne diese Gruppen-Treffen, werde mir weiteres Dabeisein sehr überlegen. Ich kann allein oder mit Freunden wie z.B. Romy bessere Orte mit weniger Aufwand ansteuern und schöne Zeiten erleben.
