Ich plane wieder einmal die Maria in München zu besuchen. Mit ihr und dem leider verstorbenen Paul sind wir einige Male in Andalusien beim Überwintern monatelang zusammen gestanden, haben uns auch an anderen Orten, z.B. in Kroatien getroffen und auch eine Schweizer-Reise zusammen gemacht. Wir wurden so richtig gute Freunde!
Eine erste Übernachtung mache ich in Bad Wörishofen, da war ich früher schon mal. Die Bade-Landschaft unter Palmen und die Sauna-Landschaft ist wieder ein echtes Erlebnis. Ich beschränke die Dauer allerdings auf zwei Stunden, ich lasse Chiara nicht gerne lange allein im WoMo.
Nach dem Gassigehen am anderen Morgen ist dann Abfahrt. Vor der Auffahrt auf die Autobahn will ich noch Tanken, und da passiert mir wieder mal das Gleiche wie schon mal in Frankreich: Ich stecke den falsche Zapfhahnen in den Einfüll-Stutzen! Merke das zwar schnell, doch rund 10 Liter Benzin sind halt jetzt drin! Kann dann noch fast 25 Liter Diesel auffüllen, zusammen mit dem vorherigen Tankinhalt ist das Mischungs-Verhältnis nun etwa 80% Diesel zu 20% Benzin.
Aus der Erfahrung in Frankreich erinnere ich mich daran dass ich seinerzeit das Gemisch mit Zweitakt-Öl angereichert hatte. Ich finde noch einen Rest davon in meinen Vorräten und schütte den dazu. Dann fahre ich ganz sachte auf die Autobahn, drehe nie über 2000 Touren hoch, und nach etwa 50 Kilometern tanke ich wieder Diesel nach. Nun ist das Mischungs-Verhältnis wieder ungefährlich, denke ich. Werde aber noch einige Zeit den Motor schonen!
Ich stand schon einige Male mit dem WoMo in München, das letztemal vor etwa zwei Jahren, zusammen mit Romy. Ich kann das Womo genau an dem Platz parken wo sie das letzte mal gestanden hat, direkt vor dem Wohnblock von Maria.
Maria freut sich sehr über das Wiedersehen, ich werde entsprechend von ihr verwöhnt mit Speis und Trank. Und natürlich schwelgen wir in Erinnerungen an die schönen Zeiten die wir zusammen mit unseren Angetrauten erlebt haben.
Anschliessend habe ich geplant mit Romy die Ulli zu besuchen, die ehemalige Gründerin und Chefin des Sterne-Forums. Die lebt in einer Alters-Siedlung in Fischach. Als Treffpunkt mit unseren WoMo’s haben wir einen FKK-Platz abgemacht, dieser wurde mir von Ulli sehr empfohlen, sie war oft dort.
Haldenmühle heisst dieser Ort, er liegt sehr abgelegen ins einer wunderschönen Natur-Landschaft. Aber die Zufahrt ist sehr abenteuerlich, über Stock und Stein hoch und runter, ein Kreuzen nur an ganz wenigen Stellen möglich! Ich habe Glück, nirgends Gegen-Verkehr. Ansonsten wäre eine längere Retour-Fahrt unumgänglich gewesen! Und neben dem Strässchen geht’s überwiegend steil abwärts! Auch die Romy schafft etwas später die Zufahrt problemlos.
Der Platz ist wirklich sehr schön, eingebettet in ein Tal, er wird von einem Verein betrieben und ist top ausgerüstet, ein kleiner Teil wird auch an Nicht-Mitglieder vermietet. Es fehlt an nichts: von Sauna über verschiedene Bade-Möglichkeiten und Duschen bis zum Restaurant: alles vom Feinsten!
Wir bleiben zwei Nächte hier, haben sofort gute Kontakte mit den Nachbarn, sitzen abends zusammen, ein sehr angenehmer Aufenthalt. Ich kann Ulli verstehen dass sie sich hier so wohl gefühlt hat! Allerdings macht mir der Rückweg Sorgen!
Der Platzwart ist bei unserer Abreise sehr hilfsbereit, er fährt uns mit seinem PW voraus um einen allfälligen Gegen-Verkehr aufzuhalten, sehr gut. Dann geht’s ohne Probleme auf die Autobahn Richtung Augsburg nach Fischach, wo Ulli in einer Alters-Wohnsiedlung in einer Eigentums-Wohnung wohnt. Unterwegs nochmals Diesel nachtanken, damit der Benzin-Anteil keinen Schaden mehr anrichten kann. So ist auch dieser Vorfall gut ausgestanden.
Bei Ulli können wir unsere zwei WoMo’s auf ihren eigenen Parkplätzen sehr gut parken und verweilen hier zwei Nächte. In der ersten Nacht fängts tüchtig zu regnen an, sehr willkommen, so wird die drückende Hitze abgebaut.
Ulli freut sich sehr über unseren Besuch, ich habe mit ihr sehr schöne Reisen gemacht, nach dem Tode meiner Frau war ihre Truppe Balsam für mich! Wir verbringen zwei schöne Tage bei ihr, gehen essen, grillen Flügeli bei unseren WoMo’s und lassen’s uns gutgehen!
Dann geht’s ans Heimreisen, Romy wird mit mir nach Hause kommen, denn ich habe am Rapperswiler Seenachtsfest ein grosses Terrassen-Fest mit Freunden geplant, da ist sie auch eingeladen, kann ihre Mithilfe auch gut gebrauchen.
Wir fahren ohne weitere Übernachtung in einem Rutsch nach Hause, allerdings jedes für sich, unsere Fahrstile sind halt sehr unterschiedlich. Alles geht gut, am Nachmittag stehen unsere WoMo’s vor dem Haus und wir sind zufrieden und dankbar.
