Mi, 17.6.26
Ich starte eine kurze Reise Mitte Woche, vorher ging nicht weil wir einen Wasserschaden im Haus hatten, wollte dabei sein bei der Suche und dem Reparatur-Beginn. Und kurz wird die Reise sein weil ich bald ein paar wichtige Termine habe.
Ich habe mich mit zwei Sterne-Frauen abgesprochen, mit Eva aus Kaiserslautern und mit Romy aus Eppelheim, meiner langjährigen Freundin.
Wir werden uns an meinem Lieblingsplatz am Rhein, am Neuburgweiher, treffen. Eva kommt am Donnerstag, und Romy am Freitag. Ich bin schon am Mittwoch-Nachmittag da vor Ort.
Und stelle fest dass der Kühlschrank nicht läuft, und sehe dass beide Gasflaschen leer sind! Da muss etwas passiert sein mit meiner Gas-Anlage! Die schaltet ja automatisch um und sollte signalisieren wenn eine der Flaschen leer ist. Und ich kann mich nicht an einen so gewaltigen Gasverbrauch erinnern, womit auch!
Das frisch gekaufte Fleisch wird also verderben, braten kann ich’s auch nicht ohne Gas, also kein Abendessen, was ist zu tun? Natürlich sofort einen Baumarkt oder Ähnliches suchen und die Flaschen austauschen. Die Internet-Suche zeigt den einzigen in Karlsruhe, aber mit dem WoMo im dichten Verkehr dahin und zurück fahren keine angenehme Aussicht.
Ein Telefon mit Romy bringt die rettende Idee: Ich fahre mit dem WoMo zu ihr auf meinen angestammten Platz, kann meine heiklen Esswaren in ihrem Kühlschrank retten, und die Flaschen ausbauen. Dann fahren wir mit ihrem PW zum Flaschentausch in einen Baumarkt ganz in ihrer Nähe, ich schlafe bei Romy, und am andern Tag baue ich die Flaschen wieder ein und fahre zurück an den Rhein.
Do. 18.6.26
So hat alles geklappt, und am Morgen stehe ich um 9.00 Uhr bereits wieder am Rhein. Der Kühlschrank läuft problemlos, aber ich finde keinen Grund für den Gasverlust. Muss das Ganze beobachten, vielleicht zu einer Gas-Prüf-Stelle.
Um die Mittagszeit trifft die Eva ein, herzliche Begrüssung ist angesagt. Ich habe sie ja auch im Alleinfahrer-Forum kennen gelernt, sie ist eine sehr sympathische Frau! Wir waren mit einer kleinen Gruppe auch mal in Kroatien zusammen. Und letztes Jahr waren Romy und ich zu Besuch bei ihr in Kaiserslautern, konnten unsere WoMo’s vor ihrem Haus perfekt parken.
Natürlich gibt’s viel zu erzählen, und am Abend wird aus verschiedensten Sachen ein Nachtessen zusammen gebastelt. So ist der erste Abend am Rhein sehr gut verlaufen.
Fr.19.6.26
Habe wie gewohnt gut geschlafen, mit dem vertrauten Ton der vorbeifahrenden Lastkähne. Ich musste allerdings sämtliche Fenster offen halten, wir erleben momentan eine Hitzewelle, aber zum Aushalten.
Am Morgen dann die Nachricht von Romy, sie käme eventuell früher als geplant. Und tatsächlich: noch vor dem Mittag ist sie auf den Platz gerollt!
Da noch viel Platz frei ist können wir uns sehr gut so zusammen stellen dass wir eine gute Verbindung zueinander haben, was natürlich für Chiara sehr praktisch ist: sie konnte an der langen Leine frei zirkulieren!
Auch die beiden Damen haben einander viel zu erzählen, dann ist Abendessen angesagt, Ich lade die beiden ins Zollhaus ein. Da essen wir recht gut in der Garten-Wirtschaft.
Und dann machen wir’s uns vor unseren WoMo’s direkt am Rheinufer bequem und geniessen mit Wein den schönen Abend. Einen schöneren Platz für sowas kenne ich nicht!
Ich informiere zwei befreundete Ehepaare die in der Gegend wohnen und mit denen und ihren Freunden ich hier viele fröhliche Feste gefeiert habe. Besonders Robert mit seiner Guitarre wäre sehr willkommen, er und ich mit der Mundharmonika haben immer gut zusammen gepasst! Aber leider sind alle bereits anderswo zu Besuch, schade!
Zu später Stunde bricht dann ein gewaltiges Gewitter los, sintflutartiger Regen mit sehr starkem Wind geht los. Mit Müh und Not kann ich die natürlich weit offenen Fenter schliessen und die Polster von den Stühlen halbwegs trocken verstauen und die Markiesen retten. Ich habe allerdings die Dachluke über meinem Bett übersehen mit dem Erfolg, dass die eine Hälfte des Bettes recht nass ist. Begnüge mich halt dann mit dem Rest!
Samstag 20.6.26
Am Morgen ist aber wieder strahlende Sonne, die Hitze kommt zurück, alles wird wieder trocken! Eva muss heute zurück nach Hause fahren, sie und Romy frühstücken aber zuerst nach deutscher Manier ziemlich ausgiebig und für meinen Begriff recht spät am Vormittag, ich würde eher auf ein frühes Mittagessen tippen, sowohl was die Zeit als auch die Reich-haltigkeit anbelangt!
Dann der Abschied, sie fährt auf die Fähre und schwimmt davon. Es war ein schönes Treffen! Wir werden uns sicher wieder treffen irgendwo!
So bleiben Romy und ich zurück, verbringen einen weiteren geruhsamen Tag, gehen frühzeitig ins Bett, ich habe alle Fenster rundum weit geöffnet, habe trotzdem noch sehr warm.
Gegen Morgen werde ich durch Regen geweckt, muss sofort alles dicht machen, es hat angenehm abgekühlt, ich kann weiter schlafen.
S0, 21.6.25
Aber etwas nach 7.00 Uhr geht die Türe auf, Romy steht mit ihrem Oma-Kaffee da, wilde Begrüssung durch Chiara, Schlaf dahin! Es ist wieder strahlende Sonne, es wird wieder heiss werden.
Wir werden heute zu Romy nach Eppelheim verlegen, denn morgen wird an Romy’s Adresse ein von mir in Deutschland gekaufter Gasgrill geliefert. Das war ja der eigentliche Zweck dieser kurzen Reise, ich spare zwar am Kaufpreis dieses Grill’s, verbrauche dafür Geld für die Reise, ein gutes Geschäft!
Da ich gestern Abend bereits die ganze Aussen-Einrichtung verstaut hatte brauche ich wenig um Losfahren zu können. Der Morgenspaziergang mit Chiara nach dem Frühstück wird natürlich mit Begleitung von Romy wie gewohnt absolviert, aber so um 10.00 Uhr fahren wir zusammen los.
Die Strecke bis Eppelheim ist nur etwa 70 Km lang, in knapp einer Stunde ist’s geschafft. Mein gewohnter Parkplatz unweit Romy’s Wohnung ist frei, und Romy ist auch bereits am auspacken auf ihrem Hof. Ich trage ihr das Gepäck in ihre Wohnung, und richte mich als Gast ein.
Die Aussen-Temperatur beträgt wiederum 36 Grad, aber dank Romy’s Klima-Anlage ist’s in der Wohnung angenehme 23 Grad, richtig komfortabel! So lässt es sich aushalten!
Der Grill soll morgen am frühen Vormittag geliefert werden. So werde ich also noch vor dem Mittag meine Heimreise starten und gegen Abend zuhause sein. Hoffentlich werde ich wie gewohnt an der Grenze nicht kontrolliert! Gehen reativ früh schlafen, beide sind wir müde.
Der Morgen beginnt wieder sehr heiss, Romy’s Klima-Anlage bewährt sich wieder hervorragend! Der Termin für die Lieferung wird auf 2 Stunden eingegrenzt, spätestens um 10.30 soll er da sein.
Und tatsächlich: um 9.30 steht der Lieferwagen vor dem Haus. Es ist ein recht grosser Karton, 44 Kg schwer, unmöglich zum Tragen!
Der Chauffeur ist jedoch ausserordentlich hilfsbereit, er transportiert das Ding mit seiner Sack-Karre bis an mein WoMo und hilft mir beim Einladen in meine zum Glück grosse Heck-Garage. Natürlich kriegt er dafür ein grosszügiges Trinkgeld!
Und so bin ich abfahrt-bereit, gegen Mittag sage ich «Ade» und auf «Wiedersehen in der Schweiz», zu Romy.
Die Fahrt verläuft problemlos bis nach Hause, dort allerdings passiert mir ein Fehler: beim rückwärts-parkieren vor meine Garage übersehe ich am Heck ein parkiertes Auto, der Schaden an beiden Fahrzeugen ist zwar klein, aber ärgerlich.
Ich schaffe es den schweren Karton dank Sackkarre und Lift auf meine Dach-Terrasse zu schleppen, da wartet nun ein gutes Stück Arbeit auf mich, der Grill muss selbst zusammen gebaut werden. Aber ich habe ja Zeit!
Fazit dieser Reise: zwar kurz und sehr heiss, aber trotzdem schön dank lieben Freunden!
